Ayurveda-Tipps | Rezept

Ayurveda-Tipps gegen die Weihnachtswampe

Dezember 8, 2017
Das Türchen Nummer 8 öffnet sich im Yogablog-Adeventskalender
Yoga- und Ayurvedatipps von Lotte Laib
Was kann helfen, wenn wir uns am reich gedeckten Weihnachtstisch mal wieder „überfressen“ haben? Diese Ayurveda-Tipps gegen dicke Bäuche helfen garantiert und natürlich.

Yogablog-Adventskalender-Beitrag von Lotte

Als Kinder nannten meine Schwester und ich den Nikolaus „Dickebauch“… Passend oder?! Der Nikolaus oder auf „amerikanisch“ Weihnachtsmann hat immer nen dicken Bauch. Und genau so fühlen wir uns in dieser Zeit – der Adventszeit, oft… Wie ein „Dickebauch-Nikolaus“ 🙂 Gerade an Weihnachten gönnen wir uns oft Speisen und Genüsse von denen wir A wissen, dass sie uns dick machen, aber auch B dass sie uns nicht gut tun. Mit meinen Yoga- und Ayurveda-Tipps gegen dicke Bäuche (an Weihnachten) leiste ich meinen persönlichen Beitrag für die Aktion des Yogablog-Adventskalenders (vom Yoga-Lifestyle-Blog „Ganzwunderbar“ ins Leben gerufen. Mehr Infos zur tollen Kooperation von insgesamt 24 Yoga-Bloggerinnen und den Link zum nächsten Yogablog-Adventskalender-Türchen findet ihr am Ende dieses Blogposts).

Yogablog-Adventskalender-Beitrag von Lotte
Mit dabei beim Yogablag-Adventskalender 2017! Heute gibt’s Ayurveda-Tipps gegen dicke Weihnachtsbäuche!

Zieh den dicken Bauch ein

Dass ein Bauch auch durchaus etwas Schönes sein kann, für das man sich, vor allem als Mutter, gar nicht schämen muss, habe ich hier schon geschrieben. Aber man kann auch darunter leiden. Unter dem geringeren Selbstwertgefühl, wenn man sich „Model-Magazine“ oder super hübsche Schauspielerinnen ansieht. Als Yoga-Mama weißt Du sicherlich, dass es nicht gut ist, (sich) zu vergleichen. Alles ist so wie es ist und es hat auch alles seinen Wert so. Dennoch fühlen wir uns unwohl und hier setzt Yoga an. Nicht nur durch das Eintauchen in die Philosophie und die Steigerung des Selbstbewusstseins (mit der Aktivierung des Manipura-Chakras (Solarplexus)), sondern auch durch ein sanftes Trainieren der Bauchmuskulatur.

Hier mein Tipp Nummer 1:

Es reicht schon, bei den meisten Übungen im Yoga im Atemrhythmus den Beckenboden zu festigen, die Bandhas zu setzen und damit auch den Bauchnabel ein Stückchen einzuziehen. Zum Beispiel in Virabdrasana I – dem Held I. Beim Üben dieses Asanas versorgst Du Dich nämlich auch mit Kraft und Energie, die bei zu schwerer Nahrung oft schnell schwindet. Stärke Dein Selbstwertgefühl, indem Du Dich in diesem Asana wie eine stolze und mutige Kriegerin (des Lichts) fühlst.

Lotte macht Yoga am Strand - gegen den dicken Bauch
Beim Yoga öfter mal den Bauch einziehen – hilft automatisch gegen einen dicken Bauch. Die Bauchdecke und die Muskeln werden dadurch schon trainiert und reduzieren schlaffes Gewebe.

Die Gunas

Im Yoga besteht alles aus den drei Haupteigenschaften – den Gunas. Das sind Rajas, Tamas und Sattva. (Hier habe ich im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Charakteren von Kindern schon einmal darüber geschrieben).

Rajas ist wild, aufbrausend und feurig. Auch auf die Nahrung bezogen steckt Rajas beispielsweise in scharfen Chai mit Zimt und Pfeffer. Oder wenn Du an „das typische Weihnachtsfest“ denkst, vielleicht auch: Peperoni, Schnaps oder Kaffee. Wenn es bei Dir (in der Familie) an Weihnachten heiß her geht und viele verschiedene „Charakterköpfe“ aufeinander prallen, solltest Du einmal probieren diese Speisen zu meiden und stattdessen mehr sattvisches Essen anzubieten.

Tamas ist alles, was wir tatsächlich mit „dem Dickebauch“ in Verbindung bringen: Gemütlichkeit – fast schon Schläfrigkeit, Schwermütigkeit, und erschlagende Schwere. So wie man sich nach einem fetten Weihnachtsbraten mit anschließenden heißen Himbeeren auf Vanilleeis fühlt. Schwer und bis zum Bersten gefüllt, wie eine Martinsgans 😉

Tipp Nummer 2:

Ayurveda-Tipps gegen dicke Bäuche: Tulsa-Tee
Ein super Tipp gegen zu schweres Essen: sattvische Ernährung. Indisches (oder heiliges) Basilikum nennt sich Tulsi. Tulsi-Tee schmeckt wie eine Mischung aus Pfefferminz- und Brennnesseltee. Es macht klar im Kopf ohne Aufzuputschen. Beruhigt die Nerven ohne müde zu machen!

Sattva ist das göttliche Element der Gunas. Sattva „steigt nach oben und erhellt den Geist“. Leichte Speisen wie Salate oder frische Kräuter, genau so wie frische Tees beinhalten Sattva. (Hier gibt es Tipps zu tollen „lebensverlängernden Tees“ im Ayurveda.)

Besonders sattvisch sind beispielsweise die typischen Weihnachtsdüfte (aus der Bibel) Weihrauch und Myrrhe. Wenn Du es magst dann räuchere die Wohnung bevor oder nach den Weihnachtsgästen, um für eine friedvolle Stimmung zu sorgen, bevor es möglicherweise wieder heiß her geht (man kennt das ja an Weihnachten – den typischen Familienfrieden).

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Und es gibt noch mehr Ayurveda-Tipps gegen Bauchprobleme.

Weihnachtsessen, ob mit der Familie oder den Kollegen sind ja meist geplant. Und meistens wissen wir vorher, dass wir uns etwas gönnen wollen. Deshalb mein…

Tipp Nummer 3:

Rege Agni das Verdauungsfeuer gut an vor dem Essen. Wenn Du zu Hause startest, schneide eine Scheibe Zitrone und ca. drei Scheiben Ingwer und mische sie mit etwas Zimt und (langem) Pfeffer in heißem Wasser. Den Sud trinkst Du am besten warm. Das Verdauungsfeuer brennt – und du kannst auch fette Speisen optimal verwerten ohne zu viel Schlacke (Ama) anzusetzen.

ayurvedisches Frühstück
Gehört zu einem schwungvollen Start in den Tag für mich: Ayurveda-Power-Frühstück mit heißer Zitrone und Ingwer.

Stelle Dir Agni vor wie eine Flamme, die in Deinem Bauchraum brennt. Trinkst Du zuviel Kühles (direkt vor dem Essen), löschst Du Dein Verdauungsfeuer und Dein Magen hat große Probleme das aufgenommene angemessen zu verarbeiten.

Falls Du (im Restaurant) eingeladen bist, bestelle doch einfach einen Tee (Fenchel, Kamille oder Pfefferminze) vor dem Essen. Auch auf die Gefahr hin, schräg angeguckt zu werden – besser Du verlässt den Tisch ohne Magenschmerzen…

Tipp Nummer 4 für einen „schönen“ dicken Bauch:

Esse mit Lust!

Im Ayurveda sagt man, dass Essen nicht nur mit Liebe zubereitet werden muss, dass es uns gut tut. Auch der Genuss sollte hingebungsvoll sein. Auch wenn Du genau weißt, dass Dir das ein oder andere Lieblingsessen nicht gut tut… Es ist Dein LIEBlingsessen. Allein schon die Liebe in dem Wort, schenkt Dir über den Genuss des Essens Liebe. Versuche das schlechte Gewissen auszublenden und Dich Deiner Liebe zu widmen.

Das ist einer der wichtigsten Ayurveda-Tipps gegen unnötige Schlacken.

Tipp Nummer 5 für einen „ruhigen“ Bauch:

Und nun gibt’s noch ein Rezept. Hier habe ich schon einmal über die wunderbaren Eigenschaften von Tambul geschrieben, und dass es für mich mittlerweile unentbehrlich (vor allem) auf Reisen ist. Wenn es nämlich „zu spät“ ist und Du das Vanilleeis mit heißen Himbeeren schon verschlungen hast oder vielleicht einen großen Teller mit fettem Braten (zuviel), dann empfehle ich diese Kräutermischung zum Kauen danach. Ein milder ayurvedischer „Magenbitter“ (ohne Alkohol versteht sich).

Tambul macht außerdem einen frischen Atem – auch nach Knoblauch. Falls also nach dem Weihnachtsessen mit der Familie noch Party angesagt ist, bist Du mit Tambul bestens gerüstet. Tambul hilft, als Kaugummi-Ersatz, aber auch super bei der Karies-Profilaxe. Denn Dämpfe und Gase von „schlechtem Essen“ verursachen auch schlechte Zähne.

Ayurveda-Tipp gegen gurgelnde Bäuche
Tambul ist der Geheimtipp unter den Ayurveda-Kennern. Mit diesem Ayurveda-Tipp gegen Mundgeruch und Blähbauch überstehst Du Weihnachten „genussvoll“.

Ich selbst habe immer ein kleines Döschen für Notfälle in meiner Tasche… Eine kleine Menge wird in die Handfläche gegeben und je nach Bedarf pickt man sich ein wenig mit zwei Fingern heraus und kaut lange und ausgiebig.

So wird’s gemacht – selbst gemachtes Tambul

Zutaten für ein kleines Marmeladen-Gläschen (für unterwegs oder zum verschenken):

  • 2 TL Sesam
  • 2 TL Koriandersamen
  • 2 TL Fenchelsamen
Leckere Fenchelsamen
Fenchelsamen sind sehr verdauungsanregend und helfen Deinem Verdauungsfeuer auf die Sprünge, wenn es mal wieder dicke kommt 😉

Mit etwas Steinsalz oder Kurkuma (je nach Geschmack) werden die Samen in einer beschichtetet Pfanne (ohne Öl) leicht geröstet (sodass sie nicht braun werden). Das kann so um die 10 Minuten dauern (je nach Herd). Die Körner sollten nur  „leicht bräunlich“ werden vom Rösten.

Vielleicht ist dies auch ein schönes selbst gemachtes Geschenk für eine liebe gesundheitsbewusste Person in Deinem Umfeld?!

Im nächsten Blogpost gibt’s hier auf dem Blog „Last Minute“-Ayurveda-Weihnachtsgeschenke zum selbst herstellen. Und alle Newsletter-Abonnenten erhalten zum Weihnachtsfest ein leckeres „Überraschungs-Rezept“…

Wenn Dir meine Ayurveda-Tipps gegen „Weihnachtsbäuche“ gefallen oder geholfen haben, lass es mich gerne wissen! Ich wünsche Dir damit eine leckere Advents- und Weihnachtszeit.

Deine Lotte

Apropos Adventszeit:

Hier geht es weiter mit dem Yogablog-Adventskalender.

Super Kooperation: der Yogablog-Adventskalender
Klickt euch mal durch bei meinen Kollegen und Kolleginnen. Super spannendes Lesematerial und Tipps für alle Yogamoms 🙂

Das Türchen Nummer 9 öffnet morgen für euch „Miris Way„. Miri ist 40 Jahre alt und im Nebenberuf Yogalehrerin. Zur Zeit hauptsächlich im Yogawalking. Yoga ist ihre absolute Kraftquelle im Alltag. Ansonsten liebt sie gesundes und gutes Essen und unbedingt die Natur. Im schönen Schleswig Holstein an der Ostsee ist sie zuhause und lebt mit ihrem Mann und dem Hund sehr glücklich inmitten von schöner Natur umgeben.

 

 

  1. Ich liebe Deine Ayurveda-Tipps!
    Danke für den tollen Beitrag mit den wertvollen Tipps. Dir und Deinen Männern eine entspannte Adventszeit und ein friedliches Weihnachtsfest.

    Freu mich auf Januar!
    Sehr liebe Grüße
    Nadine

    1. Liebe Nadine,
      Danke für das liebe Lob!
      Dir natürlich auch eine besinnliche Adventszeit – vielleicht mit ein bisschen Yoga?! Inspiration gibt es ja genug 😉
      Pass gut auf Dich auf!
      Liebe Grüße – Namasté
      Deine Lotte

  2. Liebe Lotte,

    wie bei Facebook schon geschrieben: ein super hilfreicher Beitrag, der wirklich perfekt in die Weihnachtszeit passt! Ich mag deinen frischen, frechen Schreibstil total und musste desöftern lachen (der „Dickebauch-Nikolaus“!).
    Den Tipp mit Tambul kannte ich noch gar nicht – aber gut möglich, dass ich das in der nächsten Zeit noch ausprobieren werde 😀
    Danke dafür!

    Liebe Grüße,
    Chrissi

    1. Das freut mich aber, liebe Chrissi! Da geht mir das Herz auf 😉
      Schön, dass wir uns über den Yogablog-Adventskalender gefunden haben!
      Namasté und liebe Grüße,
      Lotte

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