Yoga im Mama-Alltag

Müde Mama – Fit mit Yoga

September 25, 2017
Lotte's Tipps bei Müdigkeit
so hilft Yoga gegen Müdigkeit
Lotte verrät welche Yoga-Übungen hilfreich sein können um morgens schon Herz und Kreislauf in Schwung zu bringen.

Übungen und Tipps gegen (Eltern-)Müdigkeit

Als Mutter – oder Vater, kennst Du das: die Nächte sind zu kurz. Die Müdigkeit von uns Eltern steigt ins Unermessliche. Und das nicht nur einmal, sondern jeden Tag bzw. jede Nacht. Es gibt immer wieder Ausnahmen. So nenne ich das jetzt einfach mal, wenn Kinder von Geburt an durchschlafen und auch nie schlecht träumen. Aber die Regel und leider auch die Normalität ist, dass Kinder Nachts nach ihren Eltern verlangen, die sie beschützen. Das ist evolutionsbedingt völlig natürlich.

Alleinschlafen war zu 99 Prozent der menschlichen Geschichte eine lebensgefährliche Sache. Nur zu verständlich also, dass Alleinschlafen mit Angst verbunden ist. (Dr. Herbert Renz-Polster: Kinder verstehen – Born to be wild – Wie die Evolution unsere Kinder prägt, Kösel-Verlag 2015/VIII: S. 107)

 

Das Dauerthema „Schlaf“ bei Eltern

Mit drei Kindern ist es definitiv eine andere Hausnummer (darüber habe ich schon mal als Dreierpackmama geschrieben). „Einer schreit immer“. Auch wenn mittlerweile die Zwillinge (schon) drei Jahre alt sind, sind wir von nächtlichem Durchschlafen hier weit entfernt. Das ist anstrengend… Und wenn man nicht „achtsam“ damit umgeht, kann diese Müdigkeit dauerhaft krank machen.

Wie schaffe ich es „dauermüde“ Yoga zu machen?

Wie mir Dr. Daniela Heidtmann, Autorin des Familien-Yoga-Buches „It’s Buddha Time“, im Interview schon verraten hat: macht es keinen Sinn sich müde in eine Meditation zu zwingen. Das habe ich mittlweile (auch Dank dieses Rates) beherzigt. Bei terminlich geplanten Meditationen, z.B. wenn ich ins Yoga gehe – zu meiner Lehrerin, schlafe ich regelmäßig fast ein. Auch im Sitzen. Die Erschöpfung ist einfach zu groß.

Was mir zum Aufwärmen und zum Schaffen einer inneren Verbindung  oft hilft, ist zu Beginn eine Kundalini-Meditation (die ich hier gefunden habe). Da ständig Bewegung in der Meditation ist, der Beckenboden regelmäßig angespannt wird und auch die Atmung und das Bewusstsein auf die Chakras und die unterschiedlichen Atemräume gelenkt werden, kann ich diese Übung (fast) in jeder Verfassung ausüben.

Komm‘ in Schwung:

Morgens fällt es mir oft extrem schwer, wenn ich eh schon müde bin, auch noch Yoga zu machen. Natürlich kommt es auf die Uhrzeit und meinen Magen an. Generell leide ich eher an niedrigem Blutdruck. Mit entsprechendem Schlafdefizit und wenn die Wetterlage „günstig“ ist, ist der Blutdruck oft so niedrig, dass der Kopf extrem schmerzt.

Dann ist es eigentlich schon fast zu spät für Yoga.

Dennoch gibt es ein par Übungen, die helfen Herz-Kreislauf wieder in Einklang zu bringen und damit auch die Vitalität zu fördern. Hier sind meine Tipps:

Adho Mukha Shvanasana – der herabschauende Hund

Wer meinen Blog schon ein Weilchen liest oder bei mir im Yoga-Unterricht war, kennt meine spezielle Vorliebe für dieses Asana. Der herabschauende Hund ist eigentlich immer und für alles gut. Er soll bei niedrigem Blutdruck ebenso ausgleichend wirken, wie bei hohem Blutdruck. (Vorsicht ist allerdings geboten bei sehr hohem Augendruck!).

Die Haltung „fördert die Bauchatmung und verbessert die Atemkapazität, indem das Zwerchfell durch die auf ihm lastenden Bauchorgane angeregt wird.“ (Ana Trökes: Das grosse Yoga-Buch, GU-Verlag 2016/ VII: S.130). Eine Anregung des Zwerchfells lässt den Körper anschließend entspannter atmen und sorgt für eine Ausschüttung von Glückshormonen. Mit dem herabschauenden Hund „steigt die Stimmung“.

Herabschauender Hund
Besonders am „down dog“: die Vorbeuge im um unteren Rücken und die Rückbeuge im oberen Rücken. Sowie die Aktivierung der und Sensibilität der Hände als „Tatorgane“ (karmedriyas) vom Herz-Chakra (anahata Chakra). (nach Helga Pfretzschner: Yoga-Üben in Schritten, via nova Verlag 2012/ IV: 294f).

Immer im Flow

Schnellere Abfolgen unterschiedlicher Asanas, gerne auch im Atemrhythmus, helfen ebenfalls den Organismus in Schwung zu bringen und das Herz-Kreislauf-System anzukurbeln. Wenn Du es langsam angehen willst, dann mach‘ doch erst mal was im Liegen. Eine Kombination aus dem Bär und dem Päckchen regt beispielsweise, auch gleich die inneren Organe, wie auch die Verdauung an. Hier gibt es eine super Reihe, die die Haltungen kombiniert und damit auch Deine Intuition steigern soll. Zur Steigerung könntest Du dann noch Situps nach rechts und links machen, um die diagonalen Bauchmuskeln zu stärken.

Situps - im Bär
Eine Übungsreihe am Boden. Perfekt, um langsam und doch kraftvoll in den Tag zu starten.

Heldenhaft in den Tag

Sich morgens schon gleich als Held fühlen?! Das kann mit Yoga gelingen. Durch längeres Halten der unterschiedlichen Helden und dem innerlichen „abspulen“ der passenden Affirmationen fühlst Du Dich sogleich fit, stark und mutig – um in den Tag zu starten. Auch hier empfehle ich eine Abfolge von Asanas im Stand (Karanas). Eine besonders lieb gewonnene Reihe ist für mich die „Mutmach-Sequenz“, die mir schon sehr viel Power in unterschiedlichsten Lebensphasen verschafft hat. Die Affirmationen sind sehr ermutigend und motivierend.

Erfahrungsgemäß schenkt diese Praxis [der Karanas] körperliche und geistige Vitalität. (ebed. S. 142)

virabhadrasana I
virabhadrasana I – sthira-sukha: Stabil und leicht „lautet die Devise“ beim Held I. Damit auch der innere Blick geschärft wird und keine Blockaden entstehen (nach ebed. S. 37)

Die Affirmationen werden innerlich (oder laut) stetig wiederholt. Die Konzentration sollte beim Üben auf den Atem und die „Motivationssprüche“ gehen. In der Mutmach-Sequenz gibt es super Affirmationen für Tadasana (Berg), Virabhadrasana I und II (Held I und II).

Mut machen die Affirmationen der Reihe
Mit der Yoga Mutmach-Sequenz startest Du täglich mit neuem Mut durch

Wie wäre es mal mit Ayurveda?

Und wenn Du Deiner Müdigkeit noch ganzheitlicher entgegenwirken willst empfehle ich Dir ein leichtes und unbeschwertes Frühstück mit möglichst wenig Zucker. Das hier ist mein Favorit. Oder wie wäre es mal mit einer Amla-Milch oder einer Badam-Milch mit Mandeln, statt dem vielen Kaffee (der obendrein noch dem Magen schadet). Diese Getränke haben ebenfalls eine leicht aufputschende Wirkung und vitalisieren auch über den Tag und die Woche verteilt.

Indische Milch mit Mandeln
Lecker Milch mit Mandeln, Safran, Vanille, Kardamom und Rosenwasser

Wenn Dir mein Blogpost gefallen hat, empfehle ihn gerne weiter oder klick Dich mal durch meine anderen Posts und Ayurveda-Tipps. Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen, gegen die (Eltern-) Müdigkeit… Von Eltern mit älteren Kindern höre ich sehr oft den Spruch: „Wenn sie mal groß sind, schlafen sie (sogar zuuuu lange).“ Das glauben wir jetzt einfach mal 😉

Ich verabschiede mich auch auf dem Blog in die Herbst-Pause. Wenn Du mir auf Facebook oder Instagram folgst, findest Du heraus, wo wir den September ausklingen lassen werden. Wenn ich Lust und Zeit habe, stelle ich auch auf dem Blog einige Bilder von unserem Urlaub ein… für diejenigen die regelmäßig eine „Dosis Lotte“ brauchen 😀

Herzliche Grüße – aus dem schon fast fertig gepackten Auto 😉

Deine Lotte

Lotte mit Sonnenbrille
Ein letzter Tipp für müde Mamas: Never without my sunglasses!

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