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Der Lehrer in Dir

Juni 5, 2017
Wer ist Dein wichtigster Lehrer

Lehren ist Lernen ist Lehren ist Lernen ist Lehren…

Im Yoga gibt es die unterschiedlichsten Richtungen, Schulen und (Ur-)Gelehrte. Ich habe mich eine Zeit lang gefragt, warum es denn so wichtig ist, dass die ganzen (guten) Yoga-Lehrer ihre eigenen Lehrer und Gurus aufzählen wie Trophäen… Ja, bei einigen ist es sicherlich ein Trophäen-Sammeln.

Aber gerade lese ich ein sehr gutes Buch von Frank Mühlhäuser: „Der Yoga des Lehrens – Didaktik und Selbstmanagement für Yoga-Lehrende“ (Amazon Books on Demand), welches mir meine Yoga-Lehrerin empfohlen hat. Und darin wird mir die Theorie nahe gebracht, dass der Lehrende auch immer den Geist (oder Spirit) seines Lehrenden an den „Studierenden“ (im Yoga ein schönerer Begriff für Schüler) weiter gibt.

Zitat aus dem Buch "Der Yoga des Lehrens"
Buchtipp #01: Der Yoga des Lehrens – Didaktik und Selbstmanagement für Yoga-Lehrende von Frank Mühlhäuser

Ein Hoch auf unser Schulsystem

Wenn ich auf meine Schullaufbahn zurück blicke und auf meine bevorstehende Yoga-Ausbildung blicke, stelle ich fest, dass für mich die Schule (aber vor allem der Lehrer) oftmals das Lernen tatsächlich UNTERBUNDEN hat! Eigene Lösungswege oder Ansätze wurden stets unterbunden und als falsch und schlecht deklariert und so bekam das Thema lernen für mich (wie bestimmt für viele andere) einen SEHR negativen Touch.

Ich glaube nur wenige Schullehrer sind sich tatsächlich der großen Verantwortung, die sie tragen bewusst. Sie geben einen „Geist“ in unsere Kinder weiter. Oftmals ist es der Geist: „Ich hasse Schule – denn Schule ist meine Arbeit! Schüler sind nervig…“ Das kam zumindest aus meiner Schulzeit rüber. (Natürlich gab es ein par wenige Ausnahmen.) Man kann den Kindern also gar nicht verdenken, dass sie negative Gefühle der Schule gegenüber haben.

In unserm Schulsystem, aber leider auch in der Yoga-(Lehrer/ Schulen)-Szene gibt es die Tendenz alles zu verkomplizieren und zu verwissenschaftlichen. Stelle erst diese und jene Gleichung auf, um das zu belegen. Lese erst 30 Bücher, damit Du erleuchtet bist! Stelle Dein Leben um! Werde strebsam und diszipliniert! Dann – erst dann bist Du ein guter Schüler. Und (für’s Yoga gesprochen) erst dann wirst Du auch selbst ein guter (erleuchteter) Yogi oder Yoga-Lehrer. Da wird so oft das vergessen, was uns doch vordergründig so wichtig erscheint: DER SPIRIT oder die Passion.

Im Yoga ist alles anders (?)

Wie gesagt, steht meine Yoga-Ausbildung bevor. Und ich kann es wirklich kaum erwarten. Die Lust zu Lernen ist so groß, dass ich einfach jede Möglichkeit nutze, mein Wissen zu erweitern. Ich lese viel, recherchiere viel, schreibe viel (hier auf diesem Blog) und ich lerne auch schon lehren in einer ersten eigenen kleinen Gruppe.

Der Yogalehrer Dieter Gurkasch sagte in einem Interview, indem er nach seinem wichtigsten Lehrer gefragt wurde, dass sein wichtigster Lehrer seine Schüler sind. Diese Aussage hat mich schwer beeindruckt und hallt noch immer nach. Wenn ich nun donnerstags Abends ins kleine Yoga-Atelier meiner Freundin fahre und meine mühevoll vorbereitet Stunde abhalte spüre ich auch das – eine unglaubliche Dankbarkeit meinen Schülern gegenüber. Und ich lerne so viel von ihnen! Doch immer habe ich auch die Stimme meiner Lehrerin in den Ohren, die mir schon so viel Gutes beigebracht hat. Und ich spüre dabei ihren „Spirit“ und (wahrscheinlich auch) den Geist ihres Lehrers (u.a. Anna Trökes).

Genauso geht es mir auch mit diesem Blog! Ich weiß, dass sehr viele Mamas zu Hause Yoga-Üben und dass ihnen oft die Zeit und die Inspiration für Übungen fehlen. Ich sehe es schon (auch) als eine Art „Lehr-Auftrag“ ein bisschen von meinem rechechierten Wissen und meinen Erfahrungen an gleichgesinnte Mütter weiter zu geben. Dafür brenne ich – das spüre ich ganz deutlich.

Auch das ist etwas, das ich meinen Kindern weiter geben will:

Lotte Laib empfiehlt...
Mein Motivations-Motto

Lösungsansätze – wenn es nicht weiter geht

Doch wie können wir es schaffen „auf dem Weg zu bleiben“? Uns nicht abbringen lassen durch Dogmen oder Vorurteile.

Hier liefert die älteste Schrift, die sich mit Yoga befasst, das Yoga-Sutra von Patanjali sehr praktikable Lösungen. (Unfassbar, dass die Schrift an die 2000 Jahre alt ist):

Entscheidend für das Lernen (von Yoga) sind die zwei Begriffe Abhyása (beharrliches Üben) und Vairágya (Gleichmut).

Es ist wichtig Abstand zu nehmen von Dingen, die den Weg nicht fördern. Yoga nennt das Gleichmut (Vairágya).

Gleichmut besteht, wenn die Ausrichtung der Gefühle und Gedanken standhaft bleibt, unabhängig davon, was wir augenblicklich meinen oder was uns andere sagen. (R. Sriram in seiner Interpretation des Yoga-Sutra 1.15)

 

Für mich persönlich ist es relativ einfach „beharrlich zu üben“, da ich von Natur aus „ein echter Streber“ bin und ziemlich (über-) diszipliniert (was ja nicht immer von Vorteil ist 😉 ). Aber das Thema Gleichmut fällt mir schon schwerer. Oft genug lassen wir uns beeinflussen von Meinungen – unserer eigenen oder der von anderen.

Vor allem Meditation und Ruhe können helfen das Citta (meinendes Selbst) wieder zur Ruhe zu bringen (Nidra).

Es hilft aber auch sich Hilfe von einem Ratgeber zu holen. Einem weisen Menschen, der uns „in psychichischer, emotionaler und geistiger Hinsicht weit voraus ist.“ (R. Sriram in seiner Interpretation des Yoga-Sutra 33-40). Oftmals sind diese Menschen aber nicht greifbar für uns. Sie sind schon tot, leben in fernen Ländern oder in anderen Bevölkerungsschichten. „Manchmal hilft schon das Lesen ihrer Biographie, unsere Trägheit und Zerstreutheit zu verringern oder unsere Hast ein wenig zu bremsen. “ (ebed.).

Zitat aus dem Yoga-Sutra
Buchtipp #02: Patanjali – Das Yogasutra – von der Erkenntnis zur Befreiung – Einführung, Übersetzung und Erläuterung von R. Sriram

Jeder kann selbst entscheiden, welche Bücher einem Rat und Inspiration spenden. Für manche sind es Bibel, Koran oder die Bhagavad Gita. Andere lesen Biografien von Maria Stuart oder Ratgeber von Dale Carnegie.

Zitat von Dale Carnegie
Buchtipp #03: Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden von Dale Carnegie

So viel von mir

Und dass es heute auch etwas für DICH gibt – nicht nur Philosophie – kannst Du Dir hier meine Lieblings-Zitate meiner Lieblingsbücher als Design-Grafik downloaden (einfach direkt auf’s Bild klicken!).
(Bist Du eigentlich schon auf meiner Newsletter-Liste? Hier verschicke ich regelmäßig Rezepte, Übungsanleitungen und Motivations-Grafiken ganz exklusiv (die gibt’s nicht auf dem Blog).)

eines meiner Lieblingsbücher: Big Magic
Buchtipp #04: Big Magic: Nimm dein Leben in die Hand und es wird dir gelingen von Elizabeth Gilbert
Wunderbares Zitat, das Dan Norris in seinem Buch bringt
Buchtipp #05:Create or Hate: Successful People Make Things von Dan Norris
Konfuzius Zitat
Buchtipp #06: Du kannst schaffen, was du willst: Die Kunst der Selbsthypnose von Jan Becker
weise Worte eines tollen Buches
Buchtipp #07: Unwiderstehlich Leben: Wie du als Frau mit Online-Marketing erfolgreich bist von Dr. Mara Stix
immer ein guter Lehrer: weise Worte aus Büchern
Buchtipp #08: NEUSTART: Selbstbewusst beruflich neu anfangen – Anleitung, Inspiration und Übungen von Brian Tracy, Marc Thurner und Raho Bornhorst

Gefallen Dir die Grafiken? Druck Sie Dir aus und rahme sie ein oder kleb sie mit bunten Klebestreifen an eine präsente Stelle: Neben dem Badezimmerspiegel oder am Schreibtisch?! Du wirst sehen, die Sprüche und Zitate verinnerlichen sich recht schnell in Deinem Kopf und geben Dir dann immer wieder Motivation und Beistand.

So, und nun genug der Theorie. Im nächsten Post, will ich Dir wieder eine Übungsreihe zur Verfügung stellen. Hast Du spezielle Wünsche? Was interessiert Dich? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Ich wünsche Dir eine schöne (Ferien-) Woche und sende herzliche Grüße,

Deine Lotte

  1. Ein richtig toller, inspirierender Beitrag, der motiviert und gleichzeitig zum Nachdenken anregt :).
    Danke, dass du dein Wissen weiter gibst und man vieles von dir, hier, aber auch in deiner Yogastunde, lernen kann! Du machst das super! 🙂
    Lisa

  2. Was für ein wunderschönes Zitat von Dieter Gurkasch, dass du mit uns geteilt hast. Und umso schöner, dass du es schon jetzt für dich selber so empfindest, wenn du unterrichtest – ich denke, so sollten alle Lehrer fühlen, ganz gleich ob Yoga oder Mathematik oder Politik.
    Auch ich bereite mich gerade auf meine Yogaausbildung vor, und es ist schön zu sehen, wie sich andere vorbereiten auf diese Erfahrung. Vielen Dank für’s Teilen!

    1. Liebe Jivi,
      Das freut mich aber, dass es bei Dir auch bald so weit ist! Ich finde es eine unglaublich bereichernde Erfahrung, diese „Yoga-Reise“! Heute habe ich erst wieder etwas gelesen: „Yoga is a metapher for life!“
      Schön, dass Dir die Zitate auch so zusagen 🙂 Es tut immer wieder gut Gleichgesinnte zu treffen!
      Ich wünsche Dir eine erfolgreiche – nein: erkenntnisreiche – Ausbildung!
      Deine Lotte

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