enthält Werbung | Lotte privat | Yoga-Lehrer-Ausbildung

Outdoor-Yoga – Erfahrungen und Tipps für Deine Session

Juli 17, 2018
Erfahrungen und tipps im outdoor-yoga
Tipps für Outdoor-Yoga-Session
Hier verrät die frisch gebackene Yogalehrerin Lotte Laib, welche Erfahrungen sie im Outdoor-Yoga gemacht hat und welche Tipps sie gerne weiter gibt.

Letzte Woche war es soweit, ich durfte zum ersten Mal Yoga im Freien unterrichten. Von der VHS, der örtlichen AOK und meiner Yoga-Schule organisiert, startete am Samstag Morgen um 10 Uhr das Outdoor-Yoga in den Enzgärten in Mühlacker. „Hoffentlich kommen genügend Leute, dass es stattfinden kann!“ Waren noch die Worte meiner Lehrerin. Genau dies traf ein: Es waren insgesamt 22 Yoga-Schüler unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen persönlichen Fortschritts, die sich auf der (noch) schattigen Wiese am Flößerfluss erwartend versammelten…

Was ich bei meiner Outdoor-Session für Erfahrungen gemacht habe und aus welchen Fehlern ich lernen durfte, will ich hier mit Dir teilen.

Outdoor-Yoga auf einer großen grünen Wiese im Schatten von großen Bäumen
Outdoor-Yoga im Sommer in den Enzgärten Mühlacker

In erster Linie spreche ich Yoga Kursleiter und -Lehrer an. Die Tipps sind aber alle auch anwendbar auf Schüler, denn Sonnenschutz und Co, sind für alle Yogis im Freien wichtig. Und hier kommen meine

TOP 4 Tipps – für eine gelungene Outdoor-Yoga-Stunde

Finde den richtigen Platz!

Bei der Platzauswahl solltest Du beachten, dass es um Deine Matte genügend Schatten gibt. Um meine Schüler „zu schonen“ wählte ich meinen Platz so, dass ich in der Sonne stand und gegen die Sonne blicken musste und meine Schüler den Schatten (bei 27°C) genießen konnten. Im Nachhinein würde ich darauf achten, dass alle – auch der Yogalehrer – die Chance haben im Schatten zu liegen/sitzen/stehen. Denn 90 Minuten in der prallen Hitze können ganz schön fordernd sein – zusätzlich zu anderen Störfaktoren. (Bei großer Hitze im Sommer gibt es übrigens ein par ganz besondere Yoga- und Ayurveda-Tipps…hier.)

Meine Auswahl fiel auf eine bestimmte Wiese die besonders gut einsichtig ist, da ich ja zunächst vermutete, dass eher weniger Yogis kommen und wir dann für eventuelle Nachzügler nicht mehr zu finden sind. Wäge ab, was Dir wichtiger ist. Ein wenig Abgeschiedenheit von der „Haupt-Fahrrad-Autobahn“ mit Ihren sich teilweise laut über die Yogis wundernden „Voyeuren“… oder lieber gute Einsicht für alle, die sich nicht auskennen. Natürlich alles wieder unter der Voraussetzung, dass genügend Schatten für alle vorhanden ist.

Outdoor-Yoga im ehemaligen Gartenschau-Gelände in Mühlacker-Dürrmenz
Versuche bei Deiner Outdoor-Yoga-Session möglichst viele Störquellen zu vermeiden: Lärm, Neugierige, zu viel Sonne,…

Versuche möglichen Lärmquellen aus dem Weg zu gehen. Ist in der Nähe womöglich eine Gartenanlage, in der um die „Yoga-Zeit“ Rasen gemäht wird oder fahren irgendwo Motorbote. In meinem Fall war es die Straße, die zwischen Fluss und einer steilen Felsmauer verläuft und aufgrund des Windes einen enormen Lärm verursacht hat. Man könnte ja argumentieren, das ist eben Yoga – das muss man ausblenden. Sehe ich auch so. Allerdings, hast Du als Yoga-Lehrer nur ein begrenztes Maß an „Stimm-Volumen“ zur Verfügung. Yogis, die sich auf einer größeren Rasenfläche „wild verteilen“ muss man stimmlich erst mal „erreichen“ ohne zu schreien. Denn

Schreien und Yoga passt einfach nicht!

 

Schwierig wird es, wenn die Schüler quatschen oder sich gar lauthals über die Lautstärke beschweren… Da noch ein „Yoga-Feeling“ aufkommen zu lassen, ist eine echte Herausforderung. Aber dazu weiter unten noch mehr.

Dein Platz sollte außerdem auch keine „Hundewiese“ sein.

Als Lehrer solltest Du vor Deinen Schülern vor Ort sein und die Wiese nach eventuellen Unreinheiten und Unebenheiten abgehen. Auch um obige Punkte für Dich und die Gruppe optimal zu bestimmen, macht es Sinn früher vor Ort zu sein.

Eine Toilette in der Nähe zu haben, macht Sinn. Gerade im Sommer ist es wichtig vor dem Yoga viel zu trinken. Das bringt es aber (leider oft) mit sich, dass sich die Blase – vor allem in bestimmten Asanas (wie dem herabschauenden Hund) meldet. Die Sanitär-Situation abzuklären sollte auch die Aufgabe des Yogalehrers sein. Gib Deinen Schülern vor der Stunde kurz den Hinweise, wo sie sich erleichtern können… Sei selbst früh genug da um 1. die Situation abklären und 2. vielleicht gleich selbst auf’s Klo zu gehen… Ich spreche da aus Erfahrung 🙂

Wie findest Du den persönlichen „Grad“ Deiner Yogaschüler heraus?

Bei adhoc zusammen gewürfelten Gruppen und Aktionen, die auch in der Zeitung beworben werden, kann es schon mal vorkommen, dass Du Leute in der Gruppe hast, die noch nie Yoga gemacht haben. Außerdem gibt es ja mittlerweile so viele Stilrichtungen – Yin-Yoga, Ashtanga-Yoga, Sivananda-Yoga, Kundalini-Yoga… Um nur ein par wenige zu nennen.

Wenn es die Zeit und die Größe der Gruppe zulassen, befrage doch alle Anwesenden kurz  in einem persönlichen Gespräch. Yoga (-Unterricht) ist für mich eh etwas sehr intimes. Und da kenne ich, als Lehrerin, einfach gerne die Menschen, mit denen ich es zu tun habe. Ich stelle mich meistens persönlich mit Handschlag vor und erfrage auch die Namen meines Gegenübers. Dabei frage ich nach Yoga-Erfahrung und persönlichen Einschränkungen.

Meinen Yoga-Unterricht gestalte ich gerne so, dass ich mit einer Übung in der Stille beginne. Und daran merke ich auch ziemlich schnell, wie weit fortgeschritten ein Yogi ist. Zum Yoga gehört nämlich ganz fest verbunden auch die Meditation.

Wenn ich merke, dass der Großteil der Gruppe viel Aufregung mitbringt und unkonzentriert ist, gestalte ich auch die Asanas und das körperliche Üben eher für Anfänger. Denn Unkonzentriertheit und komplizierte Asanas – das führt zu Verletzungen. Und das will ich als verantwortungsvolle Lehrerin vermeiden.

Und damit komme ich schon zum nächsten großen Thema, das auf einen Yogalehrer bei einer „offenen Outdoor-Session“ zukommen kann:

Wie gehe ich mit Unruhe um?

Ob als Schüler oder als Lehrer – es gibt Personen die eine extreme Unruhe ausstrahlen und diese (unwissentlich) auch gerne auf andere übertragen. Wie kannst Du als Schüler damit umgehen?

Meine Lehrerin pflegt immer zu sagen: „Das ist Yoga!“ Versuche Störfaktoren auszublenden und konzentriere Dich immer wieder auf Dich und Deinen Körper. Bei manchen Übungen ist nun aber wichtig die Augen zu öffnen und Stabilität zu spüren. Versuche einen unbewegten Punkt zu fokussieren: ein Blatt am Baum, einen Grashalm oder einen Stein, anstatt auf die nervösen Finger Deiner Nachbarin zu starren oder das laute Kaugummi-Kauen nebenan zu ignorieren (ja, auch das ist mir schon begegnet…).

Komm zur Ruhe - beim Outdoor-Yoga
(INNERE) Ruhe ist das A und O im Outdoor-Yoga – ob für Lehrer oder Schüler.

Als Lehrer: ausblenden – bewusst ruhige Schüler fokussieren. Immer wieder wenn Du die Ruhe und Sicherheit spürst, Dich wieder den Unruhigen zuwenden – in der Hoffnung etwas Ruhe abzugeben.

Es kann helfen „die Unruhigen“ immer wieder mit Sprüchen wie:

Yoga ist die Kunst der kleinen Schritte. (Antoine de St. Exupéry)

 

…zu beruhigen. Erinnere Dich und/oder Deine Schüler immer wieder daran, dass Ungeduld mit sich selbst und anderen einen nicht weiter bringt. Mit geduldsamem und achtsamem Üben, kannst Du es schaffen Deine persönlichen Ziele zu erreichen.

Es kann helfen Dich und/ oder Deine Schüler immer wieder mit der Konzentration auf den Atem zu lenken. Den Atem wahrnehmen in einer lauteren Kulisse kann gar nicht so einfach sein. Versuche dies mit Bildern zu lockern.

Stell Dir Deinen Bauch als einen Luftballon vor. Pumpe jetzt Luft in diesen Luftballon. Und ausatmend strömt die Luft vollständig aus dem Luftballon – Bauch. Ziehe dazu den Bauchnabel tief ein…

Ich gebe zu das Bild des Luftballon-Bauches ist schon ziemlich lustig. Aber auch das kann helfen: HUMOR. Sich selbst und andere nicht so ernst zu nehmen kann immer helfen beim lockern von angespannten Situationen. Ein kleines spontanes Lachen oder auch nur ein Grinsen, lässt den Bauch und das Zwerchfell kurz entspannen, die Atmung geht tiefer und es werden Glückshormone ausgeschüttet. Was wollen wir mehr?!

Auf was solltest Du bei Deiner Outdoor-Yoga-Session nicht verzichten?

  1. Da auch der Schatten in einer Yoga-Session im Freien innerhalb der Yoga-Stunde (die meist 90 Minuten dauert) natürlich wandert, solltest Du an ausreichenden Sonnenschutz denken. Eine leichte Kopfbedeckung, die Dich in Deinen Bewegungen nicht einschränkt und natürlich Sonnenschutzcreme. [werbung] Von Annemarie Börlind gibt es ein klasse Sonnen-Spray – speziell für den Sport konzipiert, das sogar kühlend wirkt.
    [werbung] Denke an ausreichend Sonnenschutz beim Outdoor-Yoga! Hier gibt’s einen kühlenden Sonnenschutz – selbstverständlich ohne (unnötige) Mikropartikel.

  2. Denke daran, dass Du Dir mit Deiner Yoga-Session etwas Gutes tust. Klar solltest Du den „Trage-Aufwand“ gering halten. Aber wenn Du eine „größere“ Lieblingsmatte und ein super bequemes Meditationskissen hast, solltest Du auch in Deiner Outdoor-Yogasession nicht darauf verzichten. Gestalte Dir die Einheit so erholsam wie möglich auch mit dem was Du mitbringst und natürlich was Du anhast. Selbstredend ist Yoga in bequemen Yogahosen oder Leggings wohltuender, als in der eng anliegenden Jeans-Short.
  3. Achte auch darauf genügend Wasser zum Trinken parat zu haben. Bestimmte Yoga-Ananas (Übungen) regen die Blasen- und Nierentätigkeit an. Hinzu kommt die Sonne, die den Körper dehydriert. Selbstredend, verlangt Dein Körper während und nach der Session nach frischem Wasser. Gönne ihm dies.
  4. Die Lärm-Situation und die Größe der Gruppe macht es möglicherweise ab einem bestimmten Punkt nötig ein Headset und eine professionelle Sound-Anlage zu nutzen. Ich persönlich habe damit bisher keine Erfahrungen gemacht. Wenn Du in einem Fitness-Studio arbeitest, könnte es bestimmt möglich sein das Equipment auszuleihen…
    Allerdings ist beim Outdoor-Yoga ja auch immer die Natur im Vordergrund… Keine Steckdosen oder laute Aggregate. Daher, gilt hier, wie bei allem anderen: wäge die Situation gut ab. Was ist Dir wichtiger: dass Dich eine große Gruppe laut und deutlich versteht oder die Intimität einer offenen, (halb-) spontanen Session dort wo es Dir gerade gefällt – unabhängig davon ob eine Steckdose in der Nähe ist…
Outdoor-Yoga an der Côte d'Azur
Outdoor-Yoga am Meer hat einen ganz besonderen Reiz. Lautsprecheranlagen mit Mikros und Kabeln könnten diese „urige Atmosphäre“ unnötig stören.

Mein persönliches Fazit

Es hat mir wie erwartet sehr viel Spaß gemacht Yoga im Freien zu unterrichten. Die Situation mit der wild/fremd zusammengewürfelten Gruppe hat mich zu Anfang etwas überfordert. Ich habe mich leicht ablenken lassen (von Gerede und Geräuschen) und konnte zu Anfang wenig Entspannung weiter übertragen. Es war allerdings mein erstes Mal. Und man wächst ja bekanntlich an seinen Aufgaben. Ich habe sehr viel gelernt und wertvolle Erfahrungen mitgenommen. Sodass ich für den nächsten Sommer schon viele viele tolle Ideen habe für Yoga an fantastischen und reizvollen Stellen in meiner (schönen) Heimatregion.

Dafür und für die vielen neuen und inspirierenden Kontakte bin ich unheimlich dankbar!

Namasté


Diesen Blogpost habe ich mir von Annemarie Börlind sponsern lassen. Naturkosmetik ist gerade gefragter denn je. Auch ich achte sehr darauf, was ich dem wichtigsten und größten Organ meines Körpers – meiner Haut – zufüge. An der Marke aus dem Schwarzwald gefällt mir zunächst einmal die Nähe. Ich glaube, dass Dinge und Lebensmittel die in unserer Nähe hergestellt werden einen bestimmten Spirit – auch unseren eigenen Spirit – in sich tragen und diesen an die Konsumenten weiter geben. Das ist auch das was Ayurveda lehrt. (Wenn Du mehr über Ayurveda erfahren willst, lies mal in meine Blogposts und Rezepte rein!) Nachhaltigkeit und Fairness gegenüber unserer Umwelt sind mir ebenfalls ein Anliegen, weshalb ich diese Kooperation gerne angenommen habe. Klickt einmal rein, vielleicht sprechen euch die Produkte auch so an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu